In den nächsten Wochen werden diese Bücher erscheinen - dies ist meine Auswahl

Michael Chabon, Moonglow

erscheint März 2018 Info/bestellen
Kiepenheuer & Witsch
496 Seiten Fr. 28.80

Das neue Meisterwerk des Bestseller-Autors Michael Chabon: Ein alter Mann auf dem Sterbebett beichtet seinem Enkel die unglaubliche Geschichte seines Lebens.
In diesem in den USA gefeierten Roman erzählt Michael Chabon die unglaublichen Abenteuer seines unkonventionellen Großvaters, der einst Wernher von Braun in Deutschland jagte und ein in vielerlei Hinsicht leidenschaftliches Leben führte.
Während in Deutschland die Mauer fällt, sitzt Michael am Bett seines Großvaters, der in der letzten Woche seines Lebens plötzlich gesprächig geworden ist. Der Enkel erfährt, wie der Großvater einmal seinen Chef fast mit einer Telefonschnur erdrosselt hätte, warum er eine Brücke in Washington in die Luft sprengen wollte, wie er in Deutschland den verhassten Wernher von Braun jagte, warum von Braun und er dieselbe Leidenschaft teilten und wie er nach dem Tod seiner Frau eine neue Vertraute fand.
Mit sprachlicher Eleganz erzählt Michael Chabon Episoden aus der Lebensgeschichte seines Großvaters, in denen sich die großen Themen der amerikanischen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts - von der Mond-Raumfahrt bis zum Mauerfall - spiegeln. Ein in den USA gefeierter großer Roman, der u. a. von der Washington Post und dem Wall Street Journal zum Book of the Year gewählt wurde, zahlreiche Auszeichnungen erhielt und die Bestsellerlisten anführte.
"Ein absolutes Meisterwerk" The Guardian"Eine durch und durch bezaubernde Geschichte über die Umwege, die das Leben einschlägt, über die Unfälle, die ihm eine neue Richtung geben, und über die Geheimnisse, die man erahnt, aber nicht sieht" The Washington Post"Lustig, bewegend und sehr unterhaltsam. Chabon ist ein Meister seines Fachs." Daily Mail"Ein vor brillanten Ideen übersprudelnder Roman, der im Schafspelz einer Autobiografie daherkommt." The Wall Street Journal.

Carla del Ponte, Im Namen der Opfer. Mein einsamer Kampf
für den Frieden

erscheint Mai 2018 Info/bestellen
Giger Verlag
300 Seiten Fr. 29.90

Dieses Buch ist ein unerschrockenes Statement im Namen der Opfer über den einsamen und verzweifelten Kampf von Carla del Ponte für Menschenrechte und für den Frieden.Im Oktober 2017 gab Carla del Ponte überraschend ihren Rücktritt als UNO-Sonderberichterstatterin von Syrien bekannt. Die frühere UNO-Chefanklägerin Carla del Ponte wirft der internationalen Gemeinschaft im Syrienkonflikt kollektives Versagen vor. Gräueltaten, wie etwa jene der Terrororganisation IS, habe sie zuvor noch nie gesehen, nicht in Jugoslawien, nicht in Ruanda. "Syrien ist ein Land ohne Zukunft. Sie zerstören alles, was irgendwie menschlich ist. Es ist unfassbar. Es gibt keine Schulen mehr, nur noch wenige Spitäler, kaum etwas zu essen und keine Institutionen. So schlimme Verbrechen wie in Syrien begangen werden, habe ich weder in Ruanda noch in Ex-Jugoslawien gesehen. Die Regierung Assad, die schreckliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt und Chemiewaffen einsetzt. Doch keiner hilft. Die internationale Politik schaut weg und die UNO resigniert", so del Ponte. Carla del Ponte erzählt schonungslos über das Gemetzel im Nahen Osten, ihren Besuchen in den Flüchtlingscamps, den Gesprächen mit den Regierungen der USA, Russland, Türkei und der UN, der verpassten Chance auf Frieden sowie das fehlende Wollen und die Unfähigkeit der internationalen Staatengemeinschaft (UN) und der Politik. Carla del Ponte erhält im Frühjahr 2018 den hessischen Friedenspreis.

Lukas Hartmann, Ein Bild von Lydia

erscheint Februar 2018 Info/bestellen
Diogenes Verlag
368 Seiten Fr. 28.80

Sie ist klug, kunstbegeistert und nach dem Tod ihres Vaters, »Eisenbahnkönig« Alfred Escher, die reichste Frau der Schweiz. Sie ist verheiratet mit dem Sohn eines mächtigen Politikers. Sie ist bereit, all das aufs Spiel zu setzen. Aus Liebe zu einem Künstler. Wer ist Lydia? Niemand kennt sie besser als Luise, das Dienstmädchen, das in allen Wendungen ihres Schicksals an ihrer Seite ist. Und doch bleibt Lydia auch ihr ein Rätsel.

Hildegard Elisabeth Keller, Alfonsina Storni - Distel im Wind

erscheint Februar 2018 Info/bestellen
Limmat Verlag
220 Seiten Fr. 36.50

In Lateinamerika ist die Lyrikerin Alfonsina Storni ein Mythos. Als Tessiner Emigrantenkind wurde sie in Argentinien zur Rebellin, doch ihr Kampf für ein selbstbestimmtes Leben zehrte an ihren Kräften. Unheilbar an Krebs erkrankt, sprang sie am 25. Oktober 1938 in den Südatlantik. Das mit Mercedes Sosa berühmt gewordene Lied ´Alfonsina y el mar´ erzählt von ihrem Selbstmord und besingt ihre Dichtung. Klug, witzig und lebenslustig, sah Alfonsina Storni sich als ´Frau des 20. Jahrhunderts´. Sie arbeitete als Journalistin, Lehrerin und Theaterfrau in Buenos Aires, zog dabei ihren Sohn allein gross und lebte diskret die freie Liebe. Mit Frida Kahlo und Virginia Woolf zählt Alfonsina Storni zu den wichtigsten Frauenstimmen ihrer Generation - in Europa ist sie immer noch kaum bekannt. Hildegard Elisabeth Keller hat ein packendes Porträt dieser faszinierenden Frau geschrieben, die erste Biografie von Alfonsina Storni auf Deutsch.

Amos Oz, Wo die Schakale heulen

erscheint Mai 2018 Info/bestellen
Suhrkamp
200 Seiten Fr. 31.50

Als Autor trat Amos Oz auf ihn bezeichnende Weise zum ersten Mal 1961 an die Öffentlichkeit, mit einem politischen Essay sowie einer Erzählung. Es folgten mehr als zwanzig Romane, Erzählsammlungen und Essaybände. In Wo die Schakale heulen, seiner ersten Buchpublikation aus dem Jahre 1965, acht Ezählungen, die erstmals in deutscher Übersetzung vorliegen, ist in exemplarischer Weise mitzuerleben, wie Oz zu dem Schriftsteller geworden ist, der er ist.In den Erzählungen sind alle den Autor prägenden Themen bereits versammelt: Der eminent politische Oz erzählt vom Kibbutzalltag in feindlicher Umgebung. Dabei zeigt sich: Politische Gegebenheiten sind äußerst wichtig für das individuelle und kollektive Handeln. Im Heulen der Schakale jenseits der Zäune ist der israelisch-palästinensische Konflikt präsent. Das Außen, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, erklärt jedoch nicht hinreichend das Verhalten der Einzelnen: Es hängt im gleichen Maße ab von den Traditionen, den Phantasien, dem Glauben. Auch in den frühesten Erzählungen erweist Amos Oz sich als Meister im Verfolg der luzidesten Regungen seiner Personen, die sich auf keinen vorgefassten Begriff bringen lassen. Hier haben die traumhaft-utopischen Aspekte seiner Bücher ihren Ursprung - auch wenn die Hoffnungen von Autor und Protagonisten auf politischer wie individueller Ebene nie in Erfüllung gehen.

Martin Walker, Revanche. Der zehnte Fall für Bruno, Chef
de police

erscheint im April 2018 Info/bestellen
Diogenes Verlag
432 Seiten Fr. 28.80

Martin Walkers Romane spielen im geschichtsträchtigen Périgord mit seinen herrlichen Landschaften und trutzigen Burgen. Von einer dieser Burgen, Commarque, brachen im Mittelalter die Tempelritter zu Kreuz­zügen nach Jerusalem auf. Tausend Jahre später nimmt das einstige Morgenland eine späte Revanche in der Person einer jungen Archäologin, die wild entschlossen scheint, bei den damaligen Eroberern einen sagenumwobenen geraubten Schatz sowie ein politisch höchst explosives altes Dokument zutage zu fördern.

Lukas Bärfuss, Krieg und Liebe. Essays

erscheint im März 2018 Info/bestellen
Wallstein Verlag
200 Seiten Fr. 24.00

Ob er über große geschichtliche und politische Themen nachdenkt oder über ganz konkrete Fragen einfacher Leute - Lukas Bärfuss ist ein Autor und Denker von europäischem Format. Er schafft es, auch komplizierte Sachverhalte so zu erzählen, dass man seine scharfsinnigen Argumentationen nachvollziehen kann, dass man sich eingeladen fühlt, an seinen Gedankengängen teilzunehmen. Mit Überraschung, Staunen und immer mit Genuss und Gewinn. Sei es, wenn er über die Schweiz spricht oder über Erfahrungen in Afrika und Südamerika, ob er über Autoren von Goethe, Nietzsche und Tolstoi bis Nicolas Born nachdenkt oder über Ovid, Stendhal und Sakurai, immer erfährt man Erhellendes. Bärfuss schreibt über Religion und Glauben, über die Moral im Journalismus und über das Leben eines Vertreters für Geräteentkalker. Es zeigt sich, dass es keine kleinen oder großen Fragen gibt, stets ruft der Autor die großen Zusammenhänge und ethischen Dimensionen auf, macht sie sinnfällig sichtbar. Er hütet sich vor vorschnellen Antworten, und zuweilen ist die präzise Beschreibung eines Dilemmas gerade das Leistbare, das weiterbringt. Freude und Notwendigkeit können ganz nah beieinander liegen, oder auch himmelweit voneinander entfernt.


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